Lifestyle-Kramasuri

Manchmal muss eine*r einfach ganz tief durchatmen...weil's bitter nötig ist, weil eine*r sonst explodiert oder weil's grad total schön ist. Tief durchatmen kann vieles sein - sich erholen, das Gehirn durchpusten, 'mal Pause vom Grübeln über Elternschaft, Sexiness machen. Früher hätte ich diese Rubrik "Lifestyle" genannt, heute eher "Kramasuri". "Tief durchatmen" ist aber sicherlich genauso bedeutungselastisch.


Zwischen Burnout, durchatmen und Lockdown

Was passiert eigentlich, wenn Menschen, die vorher online sehr präsent waren, plötzlich von der Bildfläche verschwinden? Manchmal geht's ihnen gut und ihre Prioritäten liegen anderswo. Manchmal geht's ihnen auch ziemlich "durchwachsen". Bei mir traf letzteres zu. Absolut nicht ausschließlich, aber 2016 habe ich mich vom Vater meines Kindes getrennt. Das war eine ziemlich harte und anstrengende Zeit, in der ich vor allem aus einem Grund nicht gebloggt habe:

 

Ich hab mich geschämt.   

 

 

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Heute hab ich nichts gemacht

 Während ich mich mit meinen Leistungsansprüchen und meiner Tagesgestaltung auseinandersetze, stelle ich fest, was es bedeutet, wenn ich sage, ich habe heute nichts gemacht. Unter “nichts” fällt zB:

 

- Überweisungen

- Urlaubsorganisation

- Artikel lesen zu Beziehungsthemen

- Gesundheitsding zum Kind googeln

- Kochen

- Ted Talk von Chimamanda Adichie anschauen und über meine eigenen Vorurteile nachdenken

- beim Finanzamt anrufen

- Schlafen

- mit Freundinnen telefonieren und übers jeweilige Wohlbefinden austauschen und gegenseitig unterstützen

 

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Shame on you

Scham ist ein wesentlicher Bestandteil meines Daseins. Ich meine nicht meines Jobs als Sexualpädagogin. Da geht es natürlich auch ganz oft um Scham. Aber je mehr ich mich mit dem Thema Leistung auseinandersetze, desto mehr merke ich, dass die Kehrseite Scham ist. Es war auch die Scham, die mich zu großen Teilen davon abgehalten hat, weiter zu bloggen, oder Texte mit Namen zu veröffentlichen. So hab ich einige Zeit nicht auf krachbumm, aber zumindest auf umstandslos gebloggt. Teils anonym, teils einfach nur nicht so publik gemacht. Schreiben musste ich einfach, aber so richtig herzeigen war schwer. Weil, ja weil, Trennung ist irgendwie peinlich und psychische Gesundheit erst recht, und Sex...pfuh, noch mehr. 

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It's okay to be Meh

Zugegeben, der Titel ist geklaut. Die US-amerikanische Autorin Steph Auteri nutzte ihn kürzlich als Aufhänger für ihren aktuellen Newsletter “Thunder Thights.” Was Steph macht außer Sexueller Bildung und Schreiben und was dabei genau: Ich weiß es nicht. Vor Jahren gab ich ihr mal ein telefonisches Interview. Was daraus wurde? Ich weiß es nicht. Aber ihren Newsletter hab ich abonniert und ich folge ihr auf Insta. So viel weiß ich. Ein Buch hat sie geschrieben mit dem Titel “A dirty word.” Nicht gelesen, wie so vieles andere auch nicht. Aber ihren Newsletter liebe ich. Er bietet Krimskrams, den sie im Netz findet, sowie die Rubriken “Everything I Accomplished Despite Life” und “Necessary for My Sanity This Past Month”.

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Workaholic

Wer bin ich?

 

Ich bin Arbeit. Ich bin tausend Dinge auf einmal. Ich bin viele Talente. Ich bin intensiv. Ich bin Maßlosigkeit. Ich bin Organisation. Ich bin Multitasking. Ich bin “Wie schaffst du das?”

 

Ich bin am Ende meiner Kräfte.

 

Wie ich das schaffe? Ich gehe konsequent über meine Grenzen.

 

Warum? Weil ich sie nicht gut genug kenne. Oder glaube, ich darf nicht auf sie hören.  

 

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Vom Fasten und Legenden der Leidenschaft

 

Das ist jetzt wieder mal ein persönlicher Text. Seit 35 Tagen - wenn ich mich nicht verzählt habe - faste ich "Selbstaufgabe". Außerdem habe ich durchaus (trauma)pädagogisch gesehen tatsächlich wertvollen Content in meinem Herzensklassiker "Legenden der Leidenschaft" (mit Brad Pitt in jungen Jahren!) gefunden und war in den letzten Wochen herzhaft faul. Nein, nicht faul. Ich habe "Selbstaufgabe" gefastet...

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Pralinen - superleicht selber machen

 

Schoki im Sommer ist ja nicht so ne schlaue Sache zum Selbermachen. Aber wer schon mal überlegt, was den Lieben zu Weihnachten oder anderen Anlässen zu kälteren Jahreszeiten geschenkt werden könnte, ist mit selbstgemachten Pralinen vorn dabei. Andere Ideen wären zB ein selbstgemachtes Deo (wobei das könnte falsch aufgefasst werden) oder selbstgebasteltes Sexspielzeug (eignet sich jetzt vielleicht nicht so gut für Mama und Papa). Dann lieber doch Pralinen :)


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Funktionieren oder Abtauchen. Die Kultur der Angepassten.

Es ist egal worum es geht. "Geht nicht, gibt's nicht." "Was nicht passt, wird passend gemacht." "Jede/r kann sich frei entscheiden."...."You can do it." Die Liste der Sätze, die uns suggerieren, wenn wir nur wollen, dann werden wir schon können, lässt sich unendlich fortsetzen. Aber wie heißt ein anderer Song? "Wir müssen nur wollen." 

Natürlich gestalten wir unser Leben mit. Aber da gibt es auch noch unterschiedliche Rahmenbedingungen und da gibt es zB auch noch unterschiedliche Belastbarkeitsgrenzen oder traumatische Erfahrungen, die auf ein Leben einwirken, die ein "Funktionieren" nicht immer möglich machenWas Sie funktionieren nicht? - Aber bitte nicht hier, hier passen Sie sich gefälligst an. 

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Bestes Deo aller Zeiten: DIY

© Iris Forstenlechner - Deo

 

 

Von Zeit zu Zeit bilde ich mir ein, wir müssten jetzt endlich mal Seife selber herstellen, oder Ringelblumensalbe oder Kompott einkochen...oder was auch immer. Bislang haben wir nur eines geschafft: Deo. Aber dafür ist es das weltbeste Deo überhaupt.

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