Sexualität betrifft die ganze Familie.

  • Nicht nur weil sie in sehr vielen Fällen genauso entstanden ist,
  • sondern weil Eltern meist auch noch ein Beziehungsleben haben (wollen),
  • Kinder unangenehme Fragen über die Herkunft der Babys stellen,
  • Jugendliche auf Seiten herumsurfen, die eigentlich erst ab 18 sind und
  • wir alle viel zu wenig über nachhaltige Menstruationsartikel und richtige Kondomgrößen wissen.

Intergeschlechtlichkeit als Familiengeheimnis

Collage aus Briefauszügen  von © Alex Jürgen . Zu lesen sind Ausschnitte aus einem ärztlichen Attest. Darunter die Überschrift "Intergeschlechtlichkeit. Kinder sollen kein Familiengeheimnis sein.

 

Rund einer von 2000 Menschen wird mit eindeutig intergeschlechtlichen Merkmalen geboren. Für viele Familien ist das ein Schock, weil sie gar nichts über diese Möglichkeit wissen. Geschlechtsverändernde Operationen und Verschleierungstaktiken sind oft die Folge. Das ist für alle im Familienkreis belastend – am meisten für die intergeschlechtlich geborenen Kinder. Sexual- und Traumapädagogin, sowie Intersex-Aktivistin Gabriele Rothuber schreibt darüber.

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Intersex in der Pubertät. Was nun?

Grafik von © Alex Jürgen auf der XY-Ungelöst steht. Darunter die Überschrift "Mit Intergeschlechtlichkeit in der Pubertät umgehen."

Gabriele Rothuber spricht hier nicht das erste Mal Klartext über Intersex. Meist denken wir ja daran, dass sich das biologische Geschlecht eines Menschen bei der Geburt ja relativ eindeutig zeigt - oder eben auch nicht. Bei Intersexualität muss das aber nicht sein. Körperliche Besonderheiten können auch erst in der Pubertät auftreten. Was Eltern und Fachleute bedenken sollten...

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Nachhaltige Menstruationsartikel: Expertinnen-Interview

Bild bestehend aus einer Zeichnung von © Madame Mimzi bei der eine Frau menstruierend auf dem Boden sitzt. Darüber steht: Menstruation. Nachhaltige Produkte und Tipps gegen Regelschmerzen.

Über die Menstruation gibt es viel zu sagen. Trotzdem ist sie gesellschaftlich tabuisiert. Dadurch geht auch leicht unter, dass es alternative Produkte zu Wegwerfbinden und Tampons gibt. Expertinnen auf diesem Gebiet sind die Frauen, die hinter Kulmine und der erdbeerwoche stecken. "Madame Mimzi" hat sie ausführlich dazu interviewt.

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Väter, Töchter und die Pubertät

Wenn ich an  Väter mit Töchtern denke, blitzen Curly Sue und 3 Männer und ein Baby in meinem Kopf auf. Jochen König geht die Sache doch reichlich anders an. Mit dem Modell der Co-Elternschaft wirft er schon mal einige Vorstellungen von Familie über den Haufen. Denn statt "Mama, Papa, Kind" heißt es bei ihm: "Mama, Mama, Mama, Papa, Kind, Kind". Und dann ist er noch nicht mal mit den Müttern in einer Liebesbeziehung und leistet "trotzdem" einen erheblichen Teil Elternarbeit mehr als die meisten anderen Väter.

 

Weil ich in diesem Herbst hier gerne in paar Sichtweisen auf Pubertät werfen möchte, hab ich ihn eingeladen über seine Vorstellungen zu dieser herausfordernden Zeit zu schreiben. Gute Unterhaltung!

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Penis-Dialoge

© Iris Forstenlechner - Penisdialoge

Thomas Hahn kennt sich aus mit Penissen. Nicht nur weil er selber einen hat, sondern weil er sich als Sexualpädagoge und durch den Vertrieb von Kondomen (MY.SIZE Kondome)  eingehend mit Penissen, deren Größen und dem, worüber viele nicht zu sprechen wagen, beschäftigt. Im Artikel über Jungs als Opfer von sexualisierter Gewalt kam Thomas schon einmal zu Wort. Diesmal fragen Iris und ich ihn eingehend übers männliche Genital und die Tabuzonen rundum aus.


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Über die "Erfindung" des eigenständigen Fötus.

 

Schwangerschaft gibt es ja quasi seit Beginn der Menschheit. Den Fötus als eigenständiges Wesen, das unabhängig von der Mutter gedacht wird allerdings nicht - sagt Gastautorin Kathrin Jarz. Und sie muss es wissen: Sie forscht zu diesen Themen. Den Fötus als eigenständiges Wesen gibt es erst seit der Entwicklung bildgebender Verfahren in unseren Köpfen...

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Über die Abwesenheit von "Frauen-Hygieneartikeln"

 

Zustöpseln ja oder nein? Der Tampon hat scheinbar viele Vorteile und hat uns Frauen “noch mehr Freiheit” gegeben. Zumindest die Werbung will uns das verklickern. Wie ist das jedoch ohne den Stöpsel? Wie ist es mit frei fließen lassen? Ist das überhaupt möglich? Kathrin Sieder, Menstruationsbegleiterin macht sich diesmal als Gastautorin auf die Suche nach Möglichkeiten zur freien Menstruation.

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Über den Mythos von ausschließlich zwei Geschlechtern

 „Was ist es denn?“ ist die wohl am häufigsten gestellte Frage, wenn ein Kind zur Welt kommt. Und meist stellt dies weder Eltern noch Mediziner*innen vor eine große Herausforderung. Was aber, wenn diese Frage nicht so ganz eindeutig beantwortet werden kann? – Gabriele Rothuber  schreibt als Gastautorin über Intersexualität.

 

Mag.a Gabriele Rothuber ist diplomierte Sexualpädagogin, Sexualberaterin, systemische Traumapädagogin und –Beraterin, Intersex-Beauftragte der HOSI (Homosexuelle Initiative) Salzburg und Obmensch der PIÖ. 2014 hat sie die erste Tagung österreichweit zum Thema Intersex/Zwischengeschlecht organisiert.

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Über die Erfindung der Handarbeit als weiblich.

Selbermachen, DIY mit Nähen, Stricken, Häkeln und Sticken liegt voll im Trend. Das Netz ist prallgefüllt mit Anleitungen für Wolljacken, Häkelmützen und Stofftaschen. Linklisten sammeln selbstgenähte Kleider, Loopschals und Kinderhosen. Gleichzeitig umstricken "Craftistas" Laternenpfähle und nennen es "Yarn Bombing" oder treffen sich in "Radical Knitting Zirkeln". Die Anzahl der nähenden und strickenden Männer in diesen Kreisen ist gering. So ist das eben, denkt mensch - Textiles ist Frauensache.

 

Stoffe, Nähen, Sticken, Stricken war schon immer Domäne der Frauen? Alles Textile urweiblich?

Stimmt nicht. Gastautorin Susanne von Textile Geschichten kennt sich da aus.

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Über den Mythos des "natürlichen" Stillens

 

 

Auf den Krieg um Muttermilch und Kunstmilch ist die Gastautorin Lisa Mittischek nicht nur beim eigenen Kampf mit der "natürlichen" Gabe des Stillens  gestoßen - als Soziologin sind ihr einige blinde Flecken in der Geschichte aufgefallen.

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Was ist eigentlich ein Trauma?

Viele von uns sprechen manchmal flapsig von einem Kindheitstrauma. Andere wiederum leiden tatsächlich an einer Posttraumatischen Belastungsstörung. Sexuelle Übergriffe sind meist traumatisierende Erlebnisse. Aber was ist ein Trauma genau und wovon hängt es ab, ob jemand traumatisiert ist/wird oder nicht?

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Wie soll ich reagieren, wenn mein Kind missbraucht wurde?

 

Die Vorstellung, dass dem eigenen Kind ein sexueller Übergriff widerfahren könnte, ist für viele nur Menschen nur schwer zu ertragen. Wut, Zorn, aber auch grenzenlose Hilflosigkeit, Schock und ein Nicht-Wahrhaben-Wollen können die ersten Reaktionen, wenn das Kind plötzlich von diesen Erlebnissen berichtet. Neben unserer eigenen Betroffenheit geht es aber auch darum, unserem Kind beizustehen und "richtig" zu reagieren. Und das geht z.B. so...

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...damit mein Kind kein Täter wird.

 

Frauen sind Täterinnen, Männer sind Täter. Trotzdem gehe ich mit dieser Überschrift in eine Recht eindeutige Richtung. Warum? Ich frage mich, wenn wir schon als Eltern darum bemüht sind unsere Kinder vor sexuellen Übergriffen zu schützen, warum wir uns nicht auch darüber Gedanken machen, wie besonders aus Jungs keine Täter werden. Immerhin schreiben wir Männern genau das zu. Und die Statistik gibt uns ebenfalls recht. Was läuft da schief?

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Jungs als Opfer von sexueller Gewalt

Denken wir an Gewalt, haben wir automatisch Bilder von Männern als Täter und Frauen als Opfer in unseren Köpfen. "Jungs sind wilder" sagen viele Eltern. "Männer sind generell aggressiver" sagen viele Menschen. Ob das prinzipiell so ist, sei dahin gestellt. Auf jeden Fall sind Männer weit aus öfter Opfer von Gewalt als wir im ersten Moment denken. Die Bandbreite reicht von militärischen Auseinandersetzungen bis hin zur Kneipenrauferei. Doch diese Art von Gewalt ist männlichkeitsverbürgend. Schrammen dürfen stolz getragen werden. Veteranen sind angesehen. Opfer von sexueller oder sexualisierter Gewalt nicht. Schon gar nicht wenn sie männlich sind...

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Wie kann ich mein Kind vor sexuellem Missbrauch schützen?

© Iris Forstenlechner - Schutz vor Missbrauch

 

Immer wieder ereilen uns Medienberichte von verschleppten Kindern, versteckten Kellern, Pädophilen und Kinderpornografie. So schlimm dies auch sein mag, so sehr bleiben die unzähligen Fälle von Missbrauch innerhalb der Familie und des sozialen Umfelds, die nichts mit diesen Schlagzeilen zu tun haben im Dunkel. "Geh mit keinem Fremden mit!" ist da ein gut gemeinter Rat, der im Ernstfall nicht hilft, weil es sich viel öfter um bekannte Personen handelt, denen vertraut wird. Was du nun tun kannst, um dein Kind vor sexuellem Missbrauch zu schützen, erfährst du in diesem Blogpost.

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Mit Kindern und Jugendlichen über Sexualität sprechen

© Anna Lisa Kiesel - Die Lichtfängerin

Es ist soweit. Ab heute gibt es mein 70-seitiges eBook "Wie sag ich's meinem Kind? Sex & Porno" für alle auf der Mailingliste kostenlos. 70 Seiten klingt nach ganz schön viel Input. Dabei ist es vor allem viel Platz,

  • um euch selbst Gedanken zu machen, wie ihr zu eurem Körper steht,
  • zur potentiellen Homosexualität bei euren Kindern,
  • zu sexuellen Übergriffen,
  • Selbstbefriedigung und natürlich findet ihr auch Antworten dazu,
  • wie ihr das Thema Aufklärung angehen könnt.

Wozu das Ganze? Sexualität ist mit Werten überfrachtet. Wie wir darüber sprechen, vermittelt unseren Kindern auch ganz viel dazu, wie wir die Welt sehen. Manchmal geht das unbeabsichtigt allerdings in die entgegengesetzte Richtung.

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Wie ist das mit der Liebe? - Aufklärung über Sex

Wenn das Alter der Kinder langsam in Richtung Pubertät schreitet, ist nicht mehr nur die Frage interessant, woher denn eigentlich die Babys kommen. Viel spannender werden da auch die eigenen Gefühle, dieses Kribbeln, das Thema Verliebtsein generell und damit auch Beziehungen. Während "Mein erstes Aufklärungsbuch" sich an Kinder ab 5 Jahren richtet und viel zum Thema emotionale Entwicklung bereithält, konzentriert sich das ebenfalls im Loewe Verlag erschienene Aufklärungsbuch "Wie ist das mit der Liebe" von Sanderijn van der Doef auf Fragen und Antworten für Kinder ab 9 Jahren.

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Aufklärung zur Prävention sexueller Übergriffe

Aufklärung mit 5 Jahren? Muss das wirklich schon sein? Dabei setzen andere Aufklärungsbücher sogar schon noch früher an. Der Loewe Verlag denkt schon und gibt deshalb "Mein erstes Aufklärungsbuch" heraus. Dabei ist es noch viel mehr als das. Selbstvertrauen, Emotionale Entwicklung und Schutz vor Missbrauch sind ebenfalls Themen, die kindgerecht aufbereitet werden. Und groß genug geschrieben für ErstleserInnen!

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Aufklärung: "Wie oft macht man Sex?" - und andere Fragen

Aufklärungsbücher gibt es einige, doch wie kläre ich mein Kind nicht nur über den Fortpflanzungsakt sondern auch über Sexualität generell, Schwangerschaft, unterschiedliche Körper und sexualisierte Gewalt auf? Dafür bietet "Klär mich auf" mit tatsächlichen 101 Kinderfragen zum Thema altersgerechte Antworten zum jederzeit Nachschlagen. Gesammelt wurden diese von einer Sexualpädgogin in Workshops mit GrundschülerInnen. Manche sind für Erwachsene logisch nachzuvollziehen, andere überraschend. Auf jeden Fall ist "Klär mich auf!" einen genaueren Blick wert...

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Aufklärung: Wie entsteht ein Baby? - Ein Buch "ohne" Sex

Die Frage "Wie kläre ich mein Kind auf?" stellt sich ja für Eltern noch mal mehr, die als gleichgeschlechtliches Paar leben, auf künstliche Reproduktionsmethoden zurückgegriffen oder ihr Kind adoptiert haben. Für mein eBook "Wie sag ich's meinem Kind: Sex & Porno" hab ich mir einige Aufklärungsbücher angeschafft. Darunter eines, das mich besonders fasziniert. Es ist knallbunt und kommt ohne Männer, Frauen und Sex aus. Und ist noch dazu für jedes Kind und jede Art von Familie geeignet...

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Kurt Cobain, der Frauenversteher?

 

"Wann ist ein Mann ein Mann?" hat sich Kurt Cobain vielleicht mal gefragt, aber mit der Antwort ist er anders umgegangen als viele andere Rockmusiker. Mehr als 20 Jahre liegt sein Tod bereits zurück und abseits einschlägiger Kreise erinnert sich kaum noch jemand daran, dass der Nirvana-Frontmann Beyoncé und Emma Watson mit ihren Aufrufen zum Feminismus nichts nachstand. 

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